Schwermetallausleitung

Schwermetallausleitung- und Entfernung, Schwermetalltest und Labortests

Eines vorweg, es gibt nicht eine einzige Schwermetallausleitung die für jedes Schwermetall und jede Situation 100% passt. Sie richtet sie sich nach der Art der Schwermetallbelastung, nach der Schwere der Belastung, nach eigenem Stoffwechsel, nach Lebensumständen und, und und.

Alle Tests haben ihre Vor- und Nachteile. Die Unterschiede werden weiter unten unter Punkt 6 erklärt.

 

Die wichtigsten „*Schwermetalle“ sind

Aluminium

z. B. in Aluminium-Kochgeschirr, Körperpflege (Deos, Zahnpasta), Nahrungsmittel (Schmelzkäse, Weissmehl, Backpulver), Industrie-Emissionen

Arsen

z. B in Tabak, Pflanzenschutzmittel, Metallverarbeitung, Glasherstellung, Farbpigmente, Holzbehandlung, Industrieemissionen etc.

Blei

z.B. in Autoabgasen, Zigarettenrauch, Haarfärbemittel, Bleirohre (in alten Häusern), Autobatterien etc.

Cadmium

z. B. in Zigarettenrauch, Farben, Nahrungsmittel (z.B. Instantkaffee, Konservendosen), Insektizide etc.

Gold

z.B. in Goldfarben, Goldschmuck, Goldschmiedearbeiten, Goldkronen im Mund, Elektroindustrie etc.

Kupfer

z. B. in Saatgutbeizmittel, Trinkwasser aus Kupferrohren, Amalgamplomben, Zigarettenrauch, Kupfergeschirr etc.

Palladium

z.B. in Schmuck, Piercings, Katalysator in der chemischen Industrie, Legierungen für Zahnersatzmaterial, Strassenverkehr etc.

Platin

z. B. in Fotopapier, Autokatalysatoren, Metallverarbeitungsindustrie, in Medikamenten zur Tumortherapie enthalten etc.

Quecksilber

z.B. in Amalgam, Fischen, Austern, Pestiziden, Konservierungsmitteln etc.

Silber

z.B. Bestandteil von Amalgamzahnplomben, Schmuck, Wasserfilter und Tabletten zur Wasserdesinfektion, Kristallgläser, Silberbesteck etc.

Zinn

z. B. in Farbpigmente, Konservendosen, Lötmetalle, Zinngeschirr, Toner von Laserdruckern und Kopierern, Flammschutzmittel für Textilien etc.

*Nicht alle erwähnten Metalle sind wirklich Schwermetalle. Präziser müsste man von toxischen Metallen reden. Es hat sich jedoch eingebürgert allgemein von Schwermetallen zu sprechen.

1. Zeichen und Symptome bei Schwermetallbelastung

  • Rückenschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Blutarmut
  • Chronische Ekzeme
  • Haarausfall
  • Zahnlockerung
  • Darmbeschwerden
  • Chronische Nierenerkrankungen
  • Rheumatische Erscheinungen
  • Morbus Crohn
  • Multiple Sklerose
  • Fehlgeburten oder gar keine
  • Infektionen
  • Blasen an Lippen, Mund-, Zungen- und Rachenschleimhaut
  • Ödeme im Gesicht
  • Zahnfleischentzündungen
  • Fieberblasen
  • Bindehautentzündungen
  • Hoher Blutdruck
  • Bronchialasthma
  • Parkinson
  • Herzrhythmusstörungen
  • Schlaflosigkeit und Schwitzen in der Nacht
  • Nervosität
  • Chronische Müdigkeit
  • Kalte Hände und Füsse
  • Taubheit in den Händen
  • Schreckhaft und lärmempfindlich
  • Lichtempfindlich
  • Gedächtnisschwäche
  • Schwindel
  • Appetitlosigkeit
  • Angst und Depressionen
  • Kopfschmerzen
  • Chronische Schmerzen
  • Zittern der Hände
  • Tinitus
  • Metallischer Geschmack im Mund

2. Die drei wichtigsten allgemeinen Produkte für die Schwermetallausleitung

Folgende Produkte sind für die Ausleitung zentral (gemäss Dr. Klinghardt): Chlorella-Algen, Bärlauchtinktur, Korianderkraut (Cilantro). Beachten Sie, dass je nach Art (welches toxische Metall) und Stärke der Schwermetallbelastung, sowie dem individuelle Gesundheitszustand des Menschen die Therapieanweisung und Dosierung von einer Fachperson zusätzliche angepasst werden kann und auch sollte. So können auch Substanzen hinzugefügt oder ersetzt werden. Dazu zählt zum Beispiel Zink, Selen, Acetylcystein (ACC), L-Cystein, L-Methionin, Apfelsäure und, und, und. Sowie verschiedene Pflanzenextrakte oder Homöopathika zur Unterstützung der Entgiftungsleistung, insbesondere eine Unterstützung der Leber und Nieren sind notwendig. Der Grund liegt darin, dass über das Leber-Galle-System und Nieren die eigentliche Schlussausleitung passiert. Keine Ausleitung ohne die Unterstützung von Niere und Leber!Einge akute Vergiftung erfodert immer schulmedizinische Abklärung und Unterschützung.

Chlorella pyrenoidosa

Tranditionell zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit, bei vorzeitigem Energieabfall, bei Lern- und Konzentrationsproblemen, in der Schwangerschaft und Stillperiode, in der Wachstums- und Entwicklungsphase von Kindern, zum Ausgleich von Nährstoffmängeln, zur Verbesserung der Entgiftungsbilanz, Stärkung des Immunsystems, nach Bestrahlung und Chemotherapie, zur Ausleitung von Schwermetallen.Chlorella ist das weltweit ein gut untersuchtes Lebensmittel und wird von Ärzten und Heilpraktikern als natürliches Therapeutikum (vor allem bei der Schwermetallausleitung) eingesetzt. Die Chlorella-Alge hat sehr viel Vitamin A, Beta-Carotin, Vitamin B12 (bedingt, da kontrovers diskutiert), Eisen, und diverse Aminosäuren in ihrem Wirkspektrum. Daneben enthält sie B-Vitamine, Vitamin C, Kalzium, natürliches Jod, Magnesium, Zink und Kupfer, sowie ungesättigte Fettsäuren. Chlorella leitet Quecksilber aus dem Bindegewebe in die Blutgefässe (so vermutet man) und schlussendlich landet das Quecksilber direkt über die Darmschleimhaut oder über die Ausschüttung von Gallensaft im Darm. Nun hat Chlorella die Eigenschaft Schwermetalle im Darm zu binden, dadurch werden sie nicht wieder in den Körper aufgenommen, sondern mit dem Stuhl ausgeschieden. Chlorella kann aber noch weitere Stoffe im Darm binden wie z.B. PCB, Insektizide etc. Es gibt aber nicht über alle Wirkmechanismen betreffend Entgiftung verlässliche Studien. Es hat sich jedoch eindeutig in Studien gezeigt, dass Chlorella einen Effekt hat. Achten Sie darauf Bio-Chlorella zu kaufen und keine herkömmliche Qualität.

Bärlauchtinktur

Unentbehrlich zur Ausleitung von Schwermetallen wie Quecksilber und Cadmium, Bestandteil der Empfehlungen nach Dr. KlinghardtBärlauch enthält Schwefelverbindungen, bindet Quecksilber und leitet es über Leber, Niere und Darm aus dem Körper aus. Schwefelaktiven Verbindungen kommt im Stoffwechsel eine tragende Rolle zu. Enzymsysteme werden durch Schwefel aktiviert. Die Bildung von Nitrosaminen wird z.T. verhindert und eine Entfernung von Schwermetallen wie Quecksilber und Cadmium wird direkt durch „Unlöslichmachen“ und indirekt durch die Aktivierung von Enzymsystemen erreicht. Bärlauch ist die schwefelreichste Pflanze Europas – ein Grund, warum ganzheitlich orientierte Zahnmediziner oft Bärlauchpräparate in Kombination mit Chlorella-Algen zur Ausleitung nach Amalgam-Sanierungen nutzen. Um Schwermetalle aus dem Bindegewebe zu lösen, braucht man Bärlauch (aus frischem Bärlauch), in welcher Form auch immer. Am besten eine Bärlauchtinktur.

Koriandertinktur

Korianderkraut (auch Cilantro genannt) mobilisiert Schwermetalle, insbesondere Quecksilber, aus ihren Depots im Gewebe, so dass sie einer Ausscheidung zugänglich werden, Bestandteil der Empfehlungen nach Dr. KlinghardtDie Anwendung von Cilantro stellt nach Dr. Dietrich Klinghardt die einzige bekannte Methode dar, Gehirn und Nervengewebe von Quecksilber zu entgiften (zur Ergänzung einer Ausleitungstherapie mit Chlorella Mikroalgen und Bärlauch). Alle anderen Mittel, die zur Mobilisierung von Quecksilber angewandt werden, wie z. B. DMPS, DMSA, und D-Penicillamin können die Blut-Hirn-Schranke nicht oder nicht ausreichend überwinden.

3. Beispiel wie man bei einer Schwermetallbelastung vorgeht

Chlorella Algen-Tabletten

Mit langsam ansteigenden Dosen über einen Zeitraum von 3-4 Wo. herausfinden, wie viel man verträgt bis Symptome wie Sodbrennen, Übelkeit, Muskelschmerz, Kopfschmerz, Schlafschwierigkeiten, Blähungen, etc. auftreten. Üblicherweise beträgt die Tagesdosierung 2x 3-6 Tabl. zu 400mg. Die Dosis kann bis zu max. 20 Algentabletten pro Tag gesteigert werden. Die Einnahme sollte 15-30Min vor dem Essen erfolgen. Unbedingt auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr achten.
  • Jeden 9. & 10. Tag die zehnfache Menge der Dauerdosis einnehmen (max. 30 Tabl.)
  • Anschliessend zwei Tage Pause einlegen.
  • Dann wieder mit der gewöhnlichen Dosis weitermachen.
  • Nun wieder am 9. & 10. Tag die zehnfache Menge der Dauerdosis einnehmen (max. 30 Tabl.)
  • Dann wieder mit der gewöhnlichen Dosis weitermachen usw.
Dieses Einnahmevorgehen kann fortgeführt werden bis keine Symptome mehr auftreten.Tipp: Algen vor der Einnahme pulverisieren und mit genügend Wasser einnehmen oder in Wasser auflösen. Ein Teil der Ausleitungswirkung von Algen beruht darauf, dass sie mit Wasser Schleim bilden, der die Schwermetalle bindet (cheliert). Die so gebildeten Chelatmoleküle sind zu gross, um vom Darm in den Körper resorbiert werden zu können. Sie werden daher mit dem Stuhl ausgeschieden.

Bärlauchkrauttinktur (aus Frischpflanze)

Natürliche Ausleitungsmittel (aus Bindegewebe) sind schwefelhaltige Pflanzen; vor allem Bärlauch und Knoblauch. Bärlauch enthält dreimal so viele organische Schwefelverbindungen wie Knoblauch und ist die eisen- und schwefelreichste Pflanze Europas. Schwefelverbindungen sind für den Entgiftungsprozess von grosser Wichtigkeit. Einnahme: Dicht auf Koriander gefolgt (sofern Koriander zu dieser Zeit genommen wird). Erst mit 2x 20 Tropfen beginnen und nach ca. 2 Wochen auf max. 2×40 Tropfen steigern.

Korianderkrauttinktur (aus Frischpflanze)

Nervenzellenausleitung mit Korianderextrakt (auch chinesische Petersilie oder Cilantro genannt) nach Abschluss der Bindegewebeausleitung, d.h. Korianderkraut wird frühestens nach 3 Wochen Ausleitung mit Chlorella und Bärlauch eingenommen. Bei einer Amalgamsanierung wird Koriander erst gegeben wenn alles Amalgam schon entfernt wurde und die Ausleitung mit Chlorella und Bärlauch mindestens 3-4 Wochen erfolgt ist. Die Einnahme erfolgt 2.5h vor dem Essen.
  1. 2x tägl. 2 Tr. auf die Zunge langsam steigern auf max 3x tägl. 5 Tr. (mutige Dosierung). Achtung die Dosierung des Korianders ist von Person zu Person sehr verschieden. Die Dosierung sollte einschleichend genommen werden. Mit niedriger Dosierung beginnen und langsam steigern. Im Zweifelsfall können Sie dies mit Ihrem Heilpraktiker besprechen.
  2. nach einer Woche zwei Tage Pause einlegen, die aus den Hirnzellen freiwerdenden SM wandern in verschiedene Organe
Weitermachen mit 1. & 2. bis Gaben von 5-8 Tropfen.Vit-C (und vermutlich auch andere ähnlich starke Antioxidantien) hebt die Wirkung von Koriander etwas auf und sollte daher vorsichtshalber nicht gleichzeitig eingenommen werden. Da Koriander in sehr kurzer Zeit mobilisiert, steht einer späteren Vit-C-Einnahme nichts im Wege. Es ist wichtig, dass während der Koriandereinnahme der Vit-C-Spiegel im Blut niedrig ist.

Zusatzmassnahmen / Ersatzmassnahmen:

Wie in der Einführung schon erwähnt sind Zusatzmassnahmen und Individualisierung der Therapie in den Meisten Fällen sehr sinnvoll. Hier finden Sie einige von vielen Mittel und Massnahmen zur Ergänzung oder Ersatz für der Basispräparate. Für die optimale Ausleitung wird ihr Therapeut gerne behilflich sein.Beispiele:
  • Pflanzliche Mischung zur Aktivierung von Lymphe, Nieren und Leber um die Entgiftungswege freizuhalten.
  • Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl sind wichtig für die Regeneration der durch Schwermetall belasteten Nerven.
  • Nahrungsergänzungsmittel mit den schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin. Grund: schwefelhaltige Aminosäuren sind wichtig für den Transport von Schwermetallen aus dem System heraus.
  • Hohe Gaben von Vitamin-C (oral) plus Kalzium zur Aluminium-Ausleitung. Achtung Vitamin C und Koriander zusammen gleichzeitig sollte aber nicht genommen werden.
  • Selen, wenn es z.B. kinesiologisch testet. Grund: Allgemein gilt Selen als wichtiges Spurenelement bei der SM-Ausleitung, sollte aber individuell ausgetestet werden da es auch Nachteile entfalten kann.
  • Zink bei Zinkmangel; Kupfermangel ist allerdings eine Gegenindikation! Grund: Zinkmangel ist sehr häufig bei SM-Belastung. Zink bewirkt Ausscheidung von Kupfer, deshalb bei Kupfermangel (häufig bei anämischen Frauen) kein Zink geben.
  • Schwermetalle sind reaktionsfreudiger (toxischer) im sauren Medium, d. h. ggf. Basenpulver (z.B. Probase von Burgerstein) trinken. Einen Teelöffel vor dem Schlafengehen auf ein halbes Glas Wasser.
…und noch viele weitere Mittel und Massnahmen

4. Amalgamentfernung

  • Amalgamentfernung nur bei Beschwerden
  • Amalgamentfernung nie ohne vorangegangene Vorbereitung für die Schwermetall-Ausleitung (gemäss obiger Anleitung).
  • Amalgamentfernung ausschliesslich bei basischer Stoffwechsellage, niemals im Zustand der Übersäuerung. Vorbereitung mit Alkalisierung 4 Wochen vor Entfernung.
  • Nach Entfernung, Ausleitung weiterführen bis Schwermetalltest negativ anzeigt, Labortest.
  • Kurz vor und nach Zahnarztbesuch jeweils 20-30 Chlorella Tabletten zerkauen und ausspucken.

Eine „schlechte Amalgamentfernung“ in einer „schlechten“ Verfassung kann zu schwerer Erkrankung führen! Chronische Erschöpfungszustände, Müdigkeit, Depressionen, Körperschmerzen, Polymalgia rheumatica etc., je nach der körperlichen Vorbelastung monatlich maximal 1 grössere und 1 kleinere Füllung entfernen. 2-monatliche Abstände sind empfehlenswert! Schwangere und Stillende sollten zu dieser Zeit keine Entfernung vornehmen.

Ein interessantes Video zum Thema Amalgam

5. Schlusswort

Wer hastig vorgeht verliert Zeit, Geld und Motivation. Es gibt nichts Ermutigenderes als die kleinen Fortschritte, die von systematischer Beständigkeit produziert werden.

Wenn man schnell ausleiten will, können Vergiftungserscheinungen auftreten. Man hat die Wahl zwischen brutal & schnell und sanft & langsam. Schnell & sanft ist nicht möglich.

Empfindsame Menschen benötigen kleinere Dosen. Es gibt Menschen, für die eine Mobilisierungsdosis von 3×2 Tabletten Chlorella täglich zu hoch ist. Es gibt andere, für die 3×10 Tabl. tägl. zu niedrig ist. Anleitungen zur Dosis, Häufigkeit und Zeitraum aus Büchern oder Packungsbeilagen sind Durchschnittswerte, die nicht auf jeden zutreffen. Da sich Schwermetallausleitung über viele Monate hinzieht, ist es sinnvoll, die Wirkung der einzelnen Mittel auf den eigenen Körper und Geist erspüren zu lernen und so die richtige Dosierung für das jeweilige Stadium der Ausleitung zu ermitteln.

Ausleitung nimmt den Körper mit. Wenn er zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde, sollte man eine längere Pause machen (in dieser Zeit jedoch weiter Leber- und Nierenmittel nehmen).

Falls der schnelle chemische Weg mit Mobilisierungsmittel (DMSA, EDTA etc.) gewählt wird, auch hier unbedingt Leber- und Nieren unterstützen! Die effizienz und die Sicherheit der Ausleitung nimmt dabei zu.

 

6. Schwermetall-Tests im Labor

Auf dem Markt werden verschiedene Tests zur Eruierung von Schwermetallen im Körper angeboten. Hier lege ich die wichtigsten Unterschiede, als auch die wichtigsten Vor- und Nachteile dar. Die Messung von toxische Metallen ist schwieriger als die meisten sich das vorstellt. Dies liegt an folgenden Umständen:
  • Unwissenheit über das am besten geeignet Chelat (Substanz zum Binden von toxischen Metallen) zur Mobilisierung für ganz bestimmte Schwermetalle. Dies betrifft aber nur den Urintest.
  • Ablagerungstendenz der toxischen Metalle im Körper und schwere Mobilisierungsfähigkeit z.B. bei Cadmium. In einzelnen Organen oder Geweben. Das kann die Niere sein, die Leber, das Fettgewebe etc. diese deponierten Substanzen zu lösen respektive aus den einzelnen Geweben und Organen zu lösen kann sehr schwierig sein. Vielfach gibt es einfach zu wenig Studien zu den einzelnen toxischen Stoffen wie man sie am besten ausleitet respektiv auch messbar macht, wenn sie deponiert sind.
  • Zustand der Entgiftungsorgane und damit der Entgiftungsleistung. Z.B. eine schlecht ausleitende Niere «entsorgt» auch wenig Schwermetall, dadurch kann das Resultat falsch negativ erscheinen oder zu niedrig.
  • Nicht jedes Labor hat die gleichen Referenzwerte, was ist noch normal und was ist schon eine Abweichung.
So kann es sein, dass geringe Mengen an toxischen Substanzen gemessen werden und trotzdem toxische Substanzen im Körper vorhanden sein können. D.h. eine negative Messung über den Urin oder die Haare schliesst eine toxische Belastung nicht mit Sicherheit aus. Je eindeutiger das Resultat extrem hoch oder extrem niedrig, je aussagekräftiger ist das Resultat.Auch sagt die Menge der gemessenen Substanzen nicht immer mit Sicherheit aus, wie stark diese Substanzen mit den Beschwerden korrelieren. Jeder Mensch hat eine andere Toleranzschwelle gegenüber den einzelnen toxischen Substanzen. Das sieht man schon am Alkohol, der eine verträgt die dreifache Menge der andere nur sehr wenig. Oft ist eine Mehrfachbelastung von toxische Metallen und eventuell auch anderen toxischen Substanzen vorhanden. Dieser Umstand erschwert eine Ausleitung. Auch verstärken sich die negativen Wirkungen exponentiell. So entfaltet eine Belastung mit der toxischen Substanz A und der Substanz B, ein viel gravierende negative Wirkung, wie man das eigentlich nicht erwarten würde.

Urinanalyse mit Mobilisation

Bei dieser Testung werden mittels Chelaten Schwermetalle aus dem Körper mobilisiert (herausgelöst), damit im Urin der effektive Schwermetallgehalt getestet werden kann. Dieses Chelat wird in der Regel mittels Infusion zugeführt.Vorteile: es findet eine Mobilisierung aus dem Körper statt und so können deponierte Schwermetalle besser getestet werden (wenn auch nicht 100%). Vor allem Quecksilber lässt sich so gut feststellen.Es ist bei dieser Methode wichtig, dass der Test nach einem genauen Ablaufschema gemacht wird. Für die Interpretation des Tests muss man wissen, welche Mibilisierungssubstanzen genommen wurden (DMPS etc.), wie konzentriert der Urin ist (bestimmte Marker im Urin werden deswegen ebenfalls getestet) und man muss gute Referenzwerte zum Vergleich haben. Werden diese Dinge nicht berücksichtigt ist eine zuverlässige Aussage nicht mehr möglich. Leider werden diese Punkte nicht von allen Labors berücksichtigt.Die Analyse der Resultate wird anschliessend interpretiert und eine Anleitung zur Ausleitung wird für Sie erarbeitet. In der Schweiz ist es nur Ärzten erlaubt eine Infusion zu legen und mit DMPS zu arbeiten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt.Nachteile: durch die Mobilisierung können Schwermetalle in sehr kurzer Zeit in den aktiven Stoffwechsel gelangen und leichte bis schwere Symptome machen. Sie sind ja nicht mehr deponiert sind, wenn sie mobilisiert werden. Vor allem Menschen mit sehr hohen Werten und/oder schweren Beschwerden durch die Schwermetall, kann das sehr problematisch werden. Wenn man eine Urinanalyse mit Mobilisierung macht, sollten dringend die Entgiftungsorgane mit Pflanzenextrakten unterstützt werden. Leider wird dies praktisch nie gemacht. Man kann sich dadurch aber mit zu einem gewissen Grad vor Folgeproblemen schützen. Mit den Mobilisierungsmittel werden gleichzeitig auch wichtige Körpereigene Mineralstoffe gebunden uns ausgeleitet, z.B. Dies ist bei Ausleitung mit chemischen Mitteln unbedingt zu beachten.

Haarmineralanalyse

Vorteile: Diese humanmedizinische Analyse ist eine unkomplizierte Art, fehlende Mineralstoffe, lebenswichtige Spurenelemente und chronisch toxische Schwermetallbelastungen festzustellen. Bei Befindlichkeitsstörungen verschiedenster Art ist es sinnvoll, eine Haar-Mineralanalyse durchzuführen. Sie ist ein ausgezeichnetes Instrument der Vorsorgemedizin. Die Methode ist schnell und unkompliziert, einfache Laborhandhabung, zusätzlich relative gute Aussagen betreffend den 20 wichtigsten Mineralstoffen in unserem Körper wie Zink, Calcium, Magnesium und, und, und. Es gibt im Körper organische toxische Metallverbindungen und anorganische toxische Metallverbindungen. Organische Metallverbindungen sind im Haar besser sichtbar als im Urin. Zum Beispiel organisches Quecksilber (Fische aus den Meeren) sieht man sehr gut im Haar.Einer der grössten Vorteile einer Haarmineralanalyse ist, dass sie keine Nebenwirkungen macht, auch bei Schwerkranken und hohen toxischen Werten.Nachteile: Toxische Mineralstoffe welche im übrigen Körper (nicht in den Haaren) deponiert werden, sind in den Haaren nicht gut ersichtlich. Sie sind ja deponiert (z.B. im Nervengewebe, Knochen, Bindegewebe, Intrazelluläre, Interzellulär), und damit im Haar nicht in hoher Dosierung sichtbar. Allgemein ist auch anorganisches Quecksilber (Zahnploben) im Haar schlecht ersichtlich.

Anbei finden Sie die Haarmineralanalyse

20 Mineralstoffe und 18 toxische Metalle. + Befundung (konkrete Therapiehinweise) + 10 Min Gratisberatung auf Wunsch

Blutanalysen

Vorteile: einfache ärztliche Blutentnahme, einfache Laborhandhabung
Nachteile: nur kurzfristige Vergiftungen können im Serum festgestellt werden (falls Erythrozyten und nicht Serum getestet wird, kann max. 3-4 Monate rückwirkend eine gute Aussage gemacht werden)
Da die meisten Belastungen jedoch viel weiter zurückgehen, macht eine Blutanalyse dann nicht so viel Sinn. Für eine Blutabnahme müssen Sie einen Arzt konsultieren.

7. Vorgehen Wählen der Dauer der Therapie, mind. 2-3 Monate. In schwereren Fällen kann eine Ausleitung bis zu 2 Jahren gehen bei Verdacht auf Schwermetallbelastung

  • Messung der Schwermetalle über ein von Ihnen gewähltes Verfahren. Siehe oben. Bei Verdacht auf ein bestimmtes Schwermetall kann aber auch mit der Ausleitung einfach pauschal begonnen werden ohne einen Labortest.
  • Wählen der Dauer der Therapie, mind. 2-3 Monate. In schwereren Fällen kann eine Ausleitung bis zu 2 Jahren gehen.

Hollen Sie sich allenfalls Hilfe bei einer Fachperson.

Ein Beispiel für eine Ausleitungs-Kur von ca. 3 Monaten

Die genaue Abfolge der Einnahme aller Mittel ist entscheidend. Lösen, Binden, Abführen aus dem Stoffwechsel muss gut koordiniert sein. Nehmen Sie nie alle Mittel kreuz und quer ohne Konzept. Dies ist ein Beispiel und sollte immer angepasst werden gemäss Diagnose vom Arzt. Ein schulmedizinische Ausleitung kann immer durch die Naturheilkunde unterstützt werden. Betrachten Sie die Auflistung von Mitteln nicht als Therapieanweisung.

Wenden Sie sich an eine Fachperson.

Wie kann eine Zusammensetzung zum Entgiften als Beispiel aussehen?

Basenmittel

In einem basischen Milieu entgiftet der Körper viel besser. Basenmittel mit idealer Zusammensetzung für eine Schwermetallentgiftung mit Calcium, Mangesium, Kalium, Zink und Mangan.

Chlorella

Bio-Chlorella zur Ausleitung

Barlach FTP

Bärlauch Frischpflanze mit hohem Schwefelgehalt für eine gute Bindung von Schwermetallen

Koriander

Für die Ausleitung aus dem Nervensystem

Stoffwechsel Aktivator: Leber, Nieren, Lymphe

Unterstützt die Entgiftungsorgane welche bei einer Ausleitung von Schwermetallen wichtig sind.



Nicht jeder Mensch ist gleich und demnach ist auch jeder Stoffwechsel anders. Der eine hat eine Schwäche bei der Nierenentgiftung, der andere hat ein gestautes Lymphsystem, ein irritiertes Nervensystem usw. Schildern Sie einer Fachperson Ihre Beschwerden um Entscheidungen und Massnahmen zu treffen. Fachpersnen haben naturheilkundliche- und schulmedizinsiche Diagnostikmethoden um genau dort den Hebel anzusetzen wo die Hebelwirkung am grössten ist.

Alle hier angegebenen Informationen ersetzten keine medizinische Diagnose. 

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