Naturheilkundliche Hormontherapie und Labortests

Hormontherapie

Hormonwerte sind sehr individuell

Welcher Laborwert eines bestimmten Hormons normal ist, lässt sich so pauschal nicht sagen, die Werte sind von Person zu Person verschieden. So spielt das Alter, Tageszeit, das Geschlecht, die eigenen Gene, bestimmte Lebensumstände und der monatliche Hormonzyklus der Frau für den Hormonhaushalt eine erhebliche Rolle. So kann eine Gruppe von Männer, aus genetischen gründen, einen doppelt so hohen Testosteronwert haben wie andere.

Natürliche Hormone sind nicht patentierbar

Weil natürliche Hormone nicht patentierbar sind, haben Pharmafirmen nach patentierbare Möglichkeiten gesucht um dieses „Dilemma“ zu umgehen.

Dadurch sind Hormone auf dem Markt die nicht bioidentisch (so wie sie von Natur aus im Menschen vorkommen) sind und damit auch nicht vollumfänglich dessen Wirkspektrum entfalten. Diese nicht bioidentischen Hormone, welche patentierbar sind, führen zwar zu einer vollen Pharmakasse aber dienen schlussendlich nicht dem Patienten.

Es ist zu beachten, dass wenn man Hormone einnehmen muss, immer darauf bedacht ist, dass es bioidentische Hormone sind!

Welche Punkte müssen bei einem Hormonungleichgewicht für eine Ursächliche Therapie berücksichtigt werden?

Ernährung

  • Es gibt verschiedene Nahrungsmittel, welche einen Effekt auf unser Hormonsystem haben. Dies können sowohl hemmende, als auch fördernde Effekte haben. Alle Lebensmittel hier aufzuzählen, würde den Rahmen jedoch sprengen. Trotzdem ein paar wenige Beispiele dazu: Hopfen- und Sojaprodukte haben eine Östrogenartige Wirkung. Algen und Meerfisch haben durch Ihren Jodgehalt eine Schilddrüsenfördernden Effekt. Kohlarten hemmen die Schilddrüsenfunktion.
  • Darüber hinaus kann eine falsche Ernährung dazu führen, dass viel Bauch- und Hüftfett angesetzt wird. Bauch- und Hüftfett haben die Eigenschaft, durch ein Enzym welches im Bauchfett erzeugt wird, Testosteron in Östrogen umzuwandeln. Dies vermindert die Muskeln und führt durch dieses Testosteron-Östrogenungleichgewicht nochmal zusätzlich zu vermindertem Fettabbau.
  • Die Ernährung dient auch als Lieferant von Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, Fettsäuren…Für die Herstellung der Hormone sind diese notwendig. So kann z.B. das Hormon Serotonin ohne Trytophan nicht hergestellt werden.
    Auch werden viele Hormone im Körper, in regulatorischen Prozessen, in andere Hormone umgewandelt. Auch für diesen Prozess sind genügend Nährstoffe nötig.

Wie wir sehen, hat die Ernährung einen erheblichen Einfluss auf unser Hormonsystem. Über die Bildung von Bauch- und Hüftfett, über die hormonähnlichen Wirkungen und über die Nährstoffe selber.

Medikamente

Viele Medikamente können die Hormone beeinflussen:

  • Pille für Schwangerschaftsverhütung, aber auch die Spirale
  • Lipidsenker (Cholesterinsenker) d.h. Statine
  • Blutdrucksenker
  • Säureblocker
  • usw.

Natürliches Sonnenlicht

Licht über das Auge aufgenommen, wirkt auf verschiedene Hirnzellen, welche Hormone produzieren, wie Zirbeldrüse, Hypophyse, Hypothalamus. Deshalb ist darauf zu achten, dass genügend Sonnenlicht auf Augen und Haut treffen. Aber Achtung, in der Nacht ist Licht nicht erwünscht (auch nicht von Bildschirmen), dies kann zu einer Störung der Melatoninproduktion kommen.

Darmmilieu

Nach heutiger Erkenntnis hat das Darmmilieu sehr viel mit unseren Hormonen zu tun. Hier werden Vitamin, Mineralstoffe etc. nicht nur aufgenommen sondern z.T. auch hergestellt. Es kommen immer neue Erkenntnisse über unsere Bakterienvielfalt im Darm zutage, welche erstaunliche Zusammenhänge aufzeigen. Besonders gut erforscht sind die Zusammenhänge des Darmmilieus und dem Hormon Serotonin. Weitere Informationen zum Darmflora finden Sie hier.

Stress

Stress bewirkt einige Verschiebungen im Hormonsystem insbesondere beim Andrenalin, Cortisol, DHEA aber auch andere. Je länger der Stress anhält je gravierender werden die negativen Verschiebungen. Deshalb kann eine optimale Hormontherapie nur dann erfolgen, wenn der Stress mehr oder weniger im Griff bekommen wird. Einen Test welcher feststellen kann wie ihr Stresslevel ist, finden Sie hier. Dieser testet die Stresshormone Cortisol und DHEA im Tagesprofil. D.h. hier wird über den Tag verteilt immer wieder gemessen welche Werte diese beiden Hormone haben. Mit diesem Test können Sie feststellen, in wie fern Ihre Beschwerden mit Stress in Zusammenhang stehen und in welchem Stress-Stadium Sie sich befinden. Z.B. steigen Cortisolwerte am Anfang einer Stresssituation, mit der Zeit nehmen sie dann auch von Burnout. Es lässt sich quasi feststellen wie die Nebenniere im Tagesverlauf arbeitet.

Bewegung / Kraftübungen

Durch Bewegung und Kraftübungen verschiebt sich das Hormonsystem in Richtung Testosteron, Östrogen nimmt tendenziell ab. Bewegung hat aber nicht nur ein Effekt auf die beiden genannten Hormone, sondern bewirkt auch einen Abbau von Stresshormonen. Durch die Stoffwechselanregung wird aber auch das ganze Hormonsystem harmonisiert.

Hormon-Dysbalance durch externe Faktoren

Hier sprechen wir insbesondere von „Endokrine Disruptoren“. Als „Endokrine Disruptoren“ werden Stoffe bezeichnet, die durch Veränderung des Hormonsystems die Gesundheit schädigen können, wenn sie in einer wirksamen Dosis in den Körper gelangen. Dies können Weichmacher in Kunststoffen sein, Pestizide, Kosmetikzusatzstoffe und vieles mehr. Es ist anzuraten, dass die eigene Kosmetik auf „Endokrine Disruptoren“ überprüft wird und dass möglichst keine Nahrungsmittel aus Kunststoffgefässen oder Kunststoffbeschichteten Gefässen (z.B. Dosen) konsumiert wird. Besonders fetthaltige Nahrungsmittel sind hier mehr kontaminiert, da Fett die Weichmacher besser aus dem Kunststoff lösen. Das App für Smartphones Toxfox, kann hier vor allem bei hormonwirksamen Kosmetika helfen.

Auch Strahlung von Dect-Telefonen können insbesondere bei Kindern negativ wirken. Hier ist vor allem Zirbeldrüse welche Melatonin herstellt betroffen ist. Es ist anzuraten ein Dect freies Telefon zu benutzen und alle Strahlungsquellen wie z.B. Wlan in der Nacht abzustellen.

Diagnostik (Speicheltestung) und Fragebogen betreffend Hormone

Fragebogen zum Bestimmen von Hormonungleichgewichten

Ungleichgewichte von Hormonen können bestimmte Symptome hervorrufen. Mit einem Fragebogen, betreffend den individuellen Symptomen des Patienten, kann schon erahnt werden, welche Hormone im Ungleichgewicht sind. Dieser Fragebogen, welcher in unserer Praxis angewendet wird, ist auf folgende Hormone ausgelegt: Progesteron, DHEA, Testosteronmangel, Östradiol, Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) und Wachstumshormon.

Hormonbestimmung im Labor

Vor einer Hormongabe (d.h. vor Gabe von Hormonmedikamenten) immer den individuellen Wert bestimmen welcher vorhanden ist. Bei Einnahme von der Pille für die Schwangerschaftsverhütung kann keine geeignete Bestimmung im Labor von Östrogenen und Progesteron erfolgen. Falls die Pille abgesetzt wird, muss ca. 3 Monate gewartet werden, bevor ein Labortest erfolgen kann.

Zu beachten ist, dass beim Speicheltest die genauen Zeiten der Messung eingehalten werden, welche angegeben sind. Nur so kann eine optimale Messung stattfinden. Künstliche Hormone welche nicht bioidentisch sind, werden beim Speichelhormontest nicht berücksichtigt. D.h. falls Sie künstliche (nicht bioidentische) Hormone einnehmen, wird das im Laborbericht nicht ersichtlich.

Hormonprofil Frau und zur Ansicht ein Musterbefund Hormone Frau

Testet auf: Cortisol, DHEA; Estadiol (Östradiol), Progesteron, Testosteron, Progesteron Östradiol Quotient. Hilfreich bei Verdacht auf eine Hormonmangel oder Ungleichgewicht. Was erhalten Sie zu den Testergebnissen: Hintergrundinformationen zur Beurteilung von Speichelhormonen, Beschreibung der einzelnen Hormone, Interpretation der Ergebnisse, allgemeine Therapieempfehlungen.

Hormonprofil Mann

Testet auf: Cortisol, DHEA; Estadiol (Östradiol), Progesteron, Testosteron, Progesteron Östradiol Quotient. Hilfreich bei Verdacht auf eine Hormonmangel oder Ungleichgewicht. Was erhalten Sie zu den Testergebnissen: Hintergrundinformationen zur Beurteilung von Speichelhormonen, Beschreibung der einzelnen Hormone, Interpretation der Ergebnisse, allgemeine Therapieempfehlungen.

Stressprofil Hormone (für beide Geschlechter)

Testung von Cortisol und DHEA im Tagesprofil. D.h. hier wird über den Tag verteilt immer wieder gemessen welche Werte diese beiden Hormone haben.

Mit diesem Test können Sie feststellen, in wie fern Ihre Beschwerden mit Stress in Zusammenhang stehen und in welchem Stress-Stadium Sie sich befinden. Z.B. steigen Cortisolwerte am Anfang einer Stresssituation, mit der Zeit nehmen sie dann immer mehr ab. Man redet dann auch von Burnout. Es lässt sich quasi feststellen wie die Nebenniere im Tagesverlauf arbeitet.

Nach einer Laboranalyse

Nach einer Laboranalyse wird unter Berücksichtigung der oben beschriebenen Punkten (Ernährung, eingenommene Medikamente, Licht, Darmmilieu, Stress, Bewegung / Kraftübungen, Hormon-Dysbalance durch externe Faktoren) eine Therapie zusammengestellt welche Pflanzenextrakte, Vitamin, Mineralstoffe, Aminosäuren etc. beinhalten kann. Machen Sie dafür einen Termin in unserer Naturheilpraxis.

Bei schweren Störungen kann es angebracht sein, sich von einem Arzt bioidentische Hormone verschreiben zu lassen. Wir helfen Ihnen hier gerne weiter.

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