Lebensmittelunverträglichkeit, IgG-Antikörper, Lebensmittelintoleranz

Wohl kein Thema wird so kontrovers diskutiert wie die Ernährung. Was jedenfalls einmütig festgestellt werden kann ist, dass Lebensmittelallergien respektive Lebensmittelunverträglichkeiten im Vormarsch sind. Woran mag das liegen?

Einige hier aufgestellten Hypothesen und Theorien sind durch die allgemeine Schulmedizin nicht anerkannt auch wenn es einige Ärtze gibt die mit den folgenden Überlegungen arbeiten. Man bezieht sich nicht immer auf Studien, sondern auch auf Erfahrungsmedizin.

Einige vermutete Gründe für Lebensmittelallergie und Lebensmittelunverträglichkeit

  • Umweltverschmutzung (z.B. Schwermetallbelastungen, Elektrosmog)
  • Stress
  • Lebensmittelzusatzstoffe
  • ungenügende Enzymaktivität des Verdauungstaktes
  • zu wenig Magensäure
  • Alkohol
  • Medikamente
  • falsche Ernährung
  • gestörte Darmflora, d.h. ein Ungleichgewicht von Mikroorganismen wie Viren, Bakterien, Pilze im Darm

Unterschied von Lebensmittelallergie zu Lebensmittelunverträglichkeit

Lebensmittelallergie

Unter Allergie versteht man normalerweise die Typ-1 Allergie. Das heisst, Reaktionen auf Lebensmittel treten bei diesem Typ sofort oder nach einigen Minuten ein. Die Symptome können sehr drastisch sein und mitunter zum Tod führen. Die Symptome werden durch freigesetztes Histamin aus den Körperzellen verursacht. Hier treten Juckreiz, Schwellungen und Rötungen der Schleimhaut auf. Auch ein Zusammenbruch des Kreislaufes oder vollständiges zuschwellen der Atemwege ist nicht auszuschliessen. Das Problem bei den Typ-1 Allergien, wie z.B. die Pollenallergie ist, dass sogenannte Kreuzallergien auftreten können. Wenn man beispielsweise an einer Birkenpollenallergie leidet, ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass man Äpfel, Birnen, Feigen, Kirschen, Kiwi und Haselnüsse etc. nicht verträgt. Das Phänomen der Kreuzallergie scheint ebenfalls mehr und mehr zuzunehmen.

Lebensmittelunverträglichkeiten

Die Lebensmittelunverträglichkeit, eine so genannte Typ-3 Allergie, unterscheidet sich frappant zum Typ-1. Der Typ-3 ist maskiert. Das bedeutet, oft sind die Symptome nicht klar einer Lebensmittelunverträglichkeit zuzuordnen. Das aus gutem Grund. Symptome einer Unverträglichkeit können 2 Stunden bis 3 Tage nach Lebensmittelaufnahme auftreten und die Symptome sind sehr unterschiedlich. Vor allem im Beginn sind keine gesundheitlichen Beschwerden zu verzeichnen, mit der Zeit kann diese Unverträglichkeit jedoch in eine chronische Erkrankung münden. Folgende Symptome/Erkrankungen können in Erscheinung treten: unerklärliche Gewichtszunahme (resp. das Gewicht sinkt nicht trotz optimaler Massnahmen), Migräne, Bluthochdruck, Hautprobleme (trockene Haut und Schleimhaut, entzündete Augen, Neurodermitis, Akne, Psoriasis, Ekzeme), Depressionen, Müdigkeit, Vitamin- und Mineralstoffmangel (vor allem Eisenmangel), Darmbeschwerden (Reizdarm, Morbus Crohn, Zöliakie), Konzentrationsstörungen, Rheuma, MCS, chronische Entzündungen und andere hier nicht erwähnten Erkrankungen. 

Es ist nicht so, dass alle erwähnten Krankheiten und Symptome, die oben erwähnt sind ausschliesslich durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten ausgelöst werden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass viele Erkrankungen erst durch die Unverträglichkeit chronisch werden, respektive massiv verschlimmert werden können. Oft sind es auch nur ein paar wenige Lebensmittel die Symptome auslösen. Sobald diese weggelassen werden, verbessert sich der Zustand oft schon nach 2-3 Wochen. Zu beachten ist, dass es wertvolle Lebensmittel gibt, die viele Vitamine, Mineralstoffe sowie weitere gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe aufweisen. Doch so wertvoll ein Lebensmittel auch sein mag, ob es für den einzelnen verträglich ist, ist eine andere Frage. Nicht alle Lebensmittel die unverträglich sind müssen zwangsweise das ganze Leben gemieden werden. Bei vielen Lebensmitteln ist es durchaus so, dass nach längerem Absetzten das Lebensmittel im Masse wieder vertragen wird. D.h. Die IgG-Antikörper (Abwehrstoff des Körpers auf Fremdstoffe) auf das spezifische Lebensmittel bauen sich mit der Zeit ab.

Was passiert bei einer Lebensmittelunverträglichkeit im Körper?

Stoffe des Immunsystems, Antikörper genannt, markieren Fremdstoffe, v.a. Eiweisse, Antigen genannt, als Fremd. Sobald der Körper fremde Eiweisse (Antigene) als fremd erkennt, setzt eine Kaskade von Reaktionen ein. Diese Kaskade kann zu unterschwelligen Entzündungen im Körper führen, vor allem im Darm. Diese Entzündungen und weitere Reaktionen des Körpers auf das Antigen, führen schliesslich zur Schädigung unseres Darmes. Das kann sich darin zeigen, dass der Darm durchlässiger für Fremdstoffe wird, dass eine bakterielle Fehlbesiedlung des Darmes vorherrscht, dass das Darmimmunsystem gestört ist (80-90% der immunologischen Prozesse im Körper geschehen im Darm), dass die Nahrung weniger gut verwertet wird und damit Vitamin- und Mineralstoffmangel auftreten können.

Verdacht auf Lebensmittelunverträglichkeit (IgG-Antikörper) – was tun?

Sprechen Sie mit einer Fachperson über Ihre Beschwerden. Diese kann Ihnen raten ob ein solcher Test sinnvoll ist oder nicht. Machen Sie diesen Test nicht einfach ins blaue hinaus. Dieser Test gibt einen ersten Verdacht, ob evtl. IgG-Antikörper ein Problem sein könnten. Es ist aber nur ein Mosaikstein im ganzen Diagnosegefüge.

  1. Ein Blut-Röhrchen wird gebraucht um ein Vortest zu machen. Hier wird zuerst getestet ob ein weiterer Test sinnvoll ist. D.h. es wird geschaut, ob ein Lebensmitteltest auf IgG-Gesamt, IgG4 überhaupt sinnvoll ist. Wenn der Vortest nichts ergibt, kann man Sie einen weiteren Test auf IgG-Antikörper ersparen.
    Bestellen des Vortests CHF 85.00 hier.
  2. Das zweite Blut-Röhrchen wird nun, falls der erste Test positiv war, für den eigentlichen Test der einzelnen Lebensmittel gebraucht. Falls der Vortest nichts ergeben hat wird das zweite Blut-Röhrchen nicht verwendet. Ein weiterer Test macht dann keinen Sinn. Für den zweiten Test (falls der erste positiv) war, nehmen wir mit Ihnen Kontakt auf. Dieser Test umfasst dann, je nach Ihrer Wahl 90 oder 232 Lebensmittel.

Vortest: wir schauen ob ein Lebensmitteltest auf IgG-Gesamt, IgG4 sinnvoll ist

Labortests betreffend Nahrungsmittelintoleranz durch Enzymmangel im Darm

Nahrungsmittelintoleranzen charakterisieren eine Unverträglichkeit bei welcher das Immunsystem nicht mitbeteiligt ist. Es herrscht hier ein Mangel an einem bestimmten Enzym.

Produkte zur Behandlung von Nahrungsmittelintoleranz

  • Bei Milchzuckerunverträglichkeit kann ein diätetisches Lebensmittel zur besonderen Ernährung bei durch Lactasemangel bedingter Lactoseintoleranz (Milchzuckerintoleranz) helfen. Lactase (verschiedene Marken im Handel) ersetzt die bei Lactasemangel fehlende körpereigene Lactase und ermöglicht so in der Regel den beschwerdefreien Genuss von milchzuckerhaltigen Speisen und Getränken.
  • Bei Unverträglichkeit von Histamin haltigen Lebensmittel kann ein diätetisches Lebensmittel helfen, welches das bei einem fehlende Enzym enthält, genannt DAO. Nicht bei allen menschen mit Histamintoleranz hilft dies effektiv. Weitere Informationen zu Histaminunverträglichkeit finden Sie hier.
  • Auch bei Fruchtzuckerunverträglichkeit ist es möglich ein diäteisches Lebensmittel zu versuchen. Hier wird das Enzym Fructase welches einem fehlt quasi ersetzt.
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